Kleiner Garten auf der Fensterbank – Saison 2

kleinergarten saison 2

Ich mag Pflanzen. Ich mag es dabei zuzuschauen wie aus kleinen Samen große Stämme mit Blättern entstehen. Die langsame Verwandlung, nur mithilfe von Sonnenlicht und Wasser, finde ich super faszinierend. Wenn sich dann noch Früchte aus dem Gepflanzten entwickeln, bin ich völlig aus dem Häuschen und spüre Zufriedenheit in der reinsten Form. Da ich weder Garten noch Balkon zur Verfügung habe, muss ich mich anderweitig behelfen – Work with what you’ve got. Wie auch schon im letzten Jahr habe ich die Setzlinge auf meinem Fensterbrett geparkt und abgewartet was passiert.

Die Samen (Paprika und Tomate) habe ich aus dem Vorjahr aufbewahrt und bereits im April in die Keimung geschickt. Anstatt Töpfe habe ich diesmal Blumenkästen benutzt, die zusammen mit der Senoritá in den Haushalt gewandert sind und nach Bepflanzung lechzten. 1. Blumenkasten mit 4x Paprika und 2. Blumenkästen mit 4x Tomate. Sonst hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert.

Neue Erkenntnisse

  • Pinsel simuliert Biene: Damit etwas aus einer Blüte wächst, muss diese befruchtet werden. Aha! In der Natur übernimmt das die Honigbiene. Auf meine städtische Fensterbank, hinter gekippten Fensterscheiben verirren sich nicht so häufig Bienen. Um dennoch die Blüten zu befruchten, reicht ein einfacher Pinsel. Man nehme diesen in die Hand und simuliert mit dem Mund ein Summen oder Brummen (BssssSSSsssssSss) und bestäubt jede einzelne Blüte manuell.
  • Spülmittel gegen Schädlinge: In dieser Saison hatten meine Pflanzen Schädlinge. Kleine weiße Punkte haben sich im Blattwerk breit gemacht. Durch einen Tipp aus dem Bekanntenkreis war das Problem aber fix beseitigt. Man nehme eine Pump-Sprüh-Flasche, füllt sie mit Wasser und ein wenig Spülmittel auf und dann – Wasser marsch!

Um zwei Erkenntnisse reicher beende ich mein kleines Projekt und komme erneut zu dem Fazit: Es ist möglich mit wenig Geld, Amateur Equipment und auf kleinen Raum Gemüsepflanzen zu beherbergen. Für das nächste Jahr nehme ich mir vor mich mit den Urbanen Oasen auseinanderzusetzen, um in einen Gemeinschaftsgarten einzusteigen und den fehlenden Garten/Balkon zu kompensieren. Außerdem möchte ich anstatt den Tomaten ein anderes Gemüse in das Programm aufnehmen. Anregungen dazu sind herzlich Willkommen.

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